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Wärme und Strom aus Biogas

Heizzentrale an der Mozartstraße hat auf regenerative Energien umgestellt.

Burghausen. Ein hocheffizientes Biogas-Blockheizkraftwerk ist an der Mozartstraße hinter der Turnhalle der Franz-Xaver-Gruber- Schule entstanden. Die Anlage wird mit Biogas betrieben und erzeugt nicht nur Wärme, für Gruber- und Kammerer-Schule und 240 Haushalte an der Burgkirchner Straße, sondern auch Strom, der in das Leitungsnetz eingespeist wird. Bei der Eröffnung erläuterte der Geschäftsführer der Wärmeversorgung Burghausen GmbH, Anton Erb, die Anlage. Dem an drei Standorten in Deutschland erzeugten Biogas wird Propangas beigemischt, so dass es in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Die Kombination von Wärme-und Stromerzeugung soll die Primär-energieverluste um bis zu 36Prozent vermindern. Der Wirkungsgrad der Anlage liegt bei 91,7 Prozent. Rund 6800 Stunden wird das Kleinkraftwerk pro Jahr in Betrieb sein und ist damit im wirtschaftlichen Bereich. Weitere Zahlen: Elektrische Leistung 140 Kilowatt, Thermische Leistung 212 Kilowatt, Biogas-Verbrauch 41 Kubikmeter pro Stunde. 175 000 Euro Investitionen hat das Blockheizkraftwerk mobilisiert. ,,Auch die Stadt Burghausen kann davon partizipierten, so Erb. Bürgermeister Hans Steindl sah in der neuen Anlage einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende in Bayern, das augenblicklich noch einen Mittelplatz einnehme und einen Spitzenplatz anstrebe. Das Kraftwerk sei an der richtigen Stelle bei der Haupt-und Grundschule. Die Schule sah er als Modellprojekt für effizienten Energieeinsatz und Energieeinsparung. Vorbei ist jetzt die Zeit, als noch eine provisorische Heizzentrale für Lärmbelästigung bei den Anliegern sorgte. Erb dankte den Nachbarn für ihre Geduld. -fu

Quellangaben:
Foto: Willmerdinger, Artikel Burghauser Anzeiger